Veranstaltungsplakat

„Leben am Toten Meer – Archäologie aus dem Heiligen Land“

In jedem neuen Schuljahr stehen Lehrerinnen und Lehrer vor der Herausforderung, neben dem Ablauf der Unterrichtseinheiten auch Schulausflüge und andere Sondertermine langfristig zu planen. Der Leiter des Bereichs Schule und Hochschule, Dompropst Msgr. Joachim Göbel, und der Leiter des Museums an der Kaiserpfalz, Dr. Martin Kroker, machen in einer gemeinsamen Initiative schon jetzt auf das vielfältige museumspädagogische Angebot im Rahmen der kommenden Sonderausstellung „Leben am Toten Meer – Archäologie aus dem Heiligen Land“ vom 8. Mai – 11. Oktober 2020 aufmerksam.

Die Sonderausstellung ist die erste weltweit, die Kulturgeschichte und Archäologie der Region um das Tote Meer präsentiert. Nicht nur als gefährdeter Naturraum und reiche archäologische Fundstätte ist das Tote Meer bekannt, sondern auch als Schauplatz biblischer Geschichten: Jericho, dessen Mauern durch Posaunen niedergerissen sein sollen oder Sodom und Gomorrha liegen an seinen Ufern. In den Qumran-Höhlen wurden zahlreiche Schriftrollen mit Textfragmenten der Bibel gefunden. In der Bergfestung Masada verschanzten sich jüdische Widerstandskämpfer nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels vor den römischen Legionen.

Darüber hinaus bringen fünf weitere spannende Themen von der Jungsteinzeit bis zum Beginn des Islams den Schülern und Schülerinnen die Region um das Tote Meer näher. Dabei wird der Blick über die Ländergrenzen und auch auf die aktuelle Lage geworfen. Neben der politischen Situation um Israel, Jordanien und Palästina steht eine Umweltkrise im Vordergrund. Dem Jordan als einzigem wirklichen Zufluss wird für die Trinkwasserversorgung und für die Landwirtschaft ein großer Teil des Wassers entzogen, so dass der Meeresspiegel extrem stark sinkt und das Tote Meer zu verschwinden droht.

Begleitend zur Sonderausstellung wird ein museumspädagogisches Programm für die Klassen 3-13 angeboten.

Das Programm „Reise ins Land der Bibel“ für die Primarstufe beschäftigt sich mit den biblischen Geschichten rund um das Tote Meer.

Das Programm „Früchte der Einöde“ für die Sekundarstufe I beschäftigt sich mit den Menschen, die in einer lebensfeindlichen Umwelt um das Tote Meer von der Steinzeit bis zur heutigen Zeit mit ihrer Umweltkatastrophe siedeln.

Das Programm „Nähe zum Fremden“ für die Sekundarstufe II beschäftigt sich mit der Region als politischem Brennpunkt. Seit Jahrtausenden stehen unterschiedliche Kulturen hier im Austausch, aber auch in schweren und gewaltsamen Konflikten um Macht und Ressourcen.